Der Instanzenzug und die Besetzung der Zivilgerichte  
 

Die meisten Gerichtsentscheidungen können durch die Einlegung von Rechtsmitteln durch ein Gericht der nächsten Instanz überprüft werden.
Gegen die im ersten Rechtszug erlassenen Endurteile findet die Berufung statt, wenn der Wert des Beschwerdegegenstandes 600 € übersteigt oder das Gericht des ersten Rechtszuges die Berufung im Urteil zugelassen hat. Das Berufungsgericht überprüft die Sache in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht. Gegen die in der Berufungsinstanz erlassenen Endurteile findet die Revision statt, wenn das Berufungsgericht sie im Urteil zugelassen hat. Auf die Revision erfolgt nur eine Überprüfung auf Rechtsfehler; die tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz werden - soweit verfahrensfehlerfrei erfolgt oder nicht angegriffen - vom Revisionsgericht in seiner Beurteilung als richtig zugrundegelegt.
Die nachfolgende Darstellung ist stark vereinfacht und soll einen wesentlichen Überblick über die Zustandigkeit der Zivilgerichte, deren Besetzung und den Instanzenzug geben.

(Quelle: Faltblatt "Das Zivil- und Strafgericht" herausgegeben vom Ministerium der Justiz des Landes Sachsen-Anhalt)

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